Aktuelle Betrachtungen

Wort an die Gemeinde

Liebe Gemeindeglieder und Interessierte,

hier sehen Sie den Schwibbogen von Ruppendorf.

Gerade in der Advents- und Weihnachtszeit werden in unseren Dörfern und Städten – besonders in der Erzgebirgsregion – Pyramiden und Schwibbögen aufgestellt und am ersten Adventswochenende traditionell angeschoben beziehungsweise feierlich zum Leuchten gebracht. Die Pyramiden und Schwibbögen zieren nicht nur unsere Orte, sondern auch unsere Häuser. Beide Symbole, die aus der Advents- und Weihnachtszeit nicht wegzudenken sind, haben ihren Ursprung in der Bergbautradition. Licht spielte dabei eine wesentliche Rolle, denn die Bergleute arbeiteten meist unter Tage.

Licht spielt auch in der Advents- und Weihnachtszeit eine wichtige Rolle. Gerade in einer Zeit, wo die Tage kürzer und die Nächte länger sind, ist das Licht ein unverzichtbarer Begleiter. Licht und Finsternis sind in der Bibel aber mehr als nur zwei sichtbare Zustände. Licht und Finsternis  beschreiben auch zwei geistliche Lebensweisen, die im großen Gegensatz zueinander stehen. Wer ein Leben in der Finsternis führt, der will in der Regel von Gott nichts wissen und baut lieber seine  eigenen Sicherheiten, die meist trügerisch sind. Wer ein Leben im Licht führt, der bringt alles ans Licht – auch die unangenehmen Seiten – und vertraut darauf, dass Gott ihm vergeben wird.

In der Advents- und Weihnachtszeit dreht sich alles um das Licht. Mit jedem Sonntag in der Adventszeit wird es ein Stück heller, indem wir am Adventskranz eine Kerze zusätzlich entzünden. Auch Schwibbögen und Pyramiden verbreiten Licht. Und sie alle zeugen von dem einen Licht – Jesus Christus.

ER sagt von sich: „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ (Johannes 8, 12) Doch dabei bleibt es nicht stehen. Wer dieses Licht der Welt – Jesus – in sein Leben aufgenommen hat, wird selbst zum Licht der Welt. (Vgl. Matthäus 5, 14a)

Wo immer wir auch in unseren Dörfern und Städten erleuchtete Pyramiden oder Schwibbögen sehen, dann erinnern sie uns daran, dass Jesus in die Welt gekommen ist, um unsere Finsternis mit SEINEM Licht zu erleuchten.

Ich wünsche Ihnen eine frohe und besinnliche Advents- und Weihnachtszeit. Kommen Sie gut und behütet ins neue Jahr. (30.11.2025)

Es grüßt Sie herzlich

Pfarrer Jan Herfen

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