
Der Grundbestand dieser historisch bedeutende Saalkirche geht auf die Zeit um 1200 zurück. In dieser Kirche befinden sich auch zum Teil sehr gut erhaltene Grabsteine vor allem von Gliedern der Patrizierfamilie von Theler, die als die Stifter der Kirche gelten. Ein Mitglied der Familie, Conrad Theler, unternahm 1360 eine Pilgerfahrt ins Heilige Land, von der er – keineswegs selbstverständlich – wohlbehalten zurückkehrte. In der Folge legte er einen Kreuzweg Christi an, von dem die noch heute erhaltenen Theler-Säulen künden.
Das Schmuckstück der Kirche ist natürlich der Altar aus dem Jahr 1515, genauer das sog. Altarretabel. Es ist Maria Magdalene gewidmet, ggf. war sie auch die Namenspatronin der Kirche. Sie begegnet uns im Neuen Testament an verschiedenen Stellen, vor allem in den Ostergeschichten. In der Tradition wurde sie mit der Sünderin identifiziert, die Jesus die Füße salbte. Rechts von ihr findet man Katharina von Alexandrien, links Johannes den Täufer; außen Petrus und Paulus. Auf den Flügelinnenseiten finden wir Kindheitsszenen Jesu bzw. die sog. Freuden Mariens. Wird der Altar geschlossen (in der Advents- und Passionszeit) sehen wir Szenen der Passion, flankiert vom Schmerzensmann und der leidenden Muttergottes.
Die an den Jugendstil erinnernde Ausmalung des Altarraums erfolgte Anfang des 20. Jahrhunderts.
Die Kirche ist im Turmeingang geöffnet.

